Knie

 

 

Operative und konservative Behandlungen am Kniegelenk werden bei uns hochfrequent und entsprechend der Qualitätsrichtlinien der Fachgesellschaft für Orthopädie sowie nach den aktuellsten Therapiemethoden durchgeführt.

 

Wenn die konservative Therapie, die breitgefächert mit den verschiedensten Behandlungen erfolgt, nicht ausreichend ist, kann auch mit einer operativen Behandlung geholfen werden. Als letzte Maßnahme bieten wir auch die Versorgung mit einer Kniegelenkersatzprothese an. Die verschiedenen Prothesenmodelle, die wir verwenden, finden Sie unter Rubrik "Gelenkersatz".

 

Im Menü links finden Sie die häufigsten Erkrankungen des Knies aufgelistet. Zu dem Gelenk gibt es einen anatomischen Überblick, der den Aufbau des Gelenkes zeigt und der Orientierung dient.

 

 

Anatomie

Das Kniegelenk wird vom Oberschenkelknochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) gebildet und ist in drei Abschnitte (Kompartimente) eingeteilt. Der innere Gelenkbereich (das mediale Kompartiment) wird von der inneren Oberschenkelrolle (medialer Femurkondylus) und dem inneren Schienbeinplateau (mediales Tibiapateau) gebildet.

 

Der äußere Gelenkbereich (laterales Kompartiment) wird von der äußeren Oberschenkelrolle (lateraler Femurkondylus) und dem äußeren Schienbeinplateau (laterales Tibiapateau) gebildet. Das Kniescheibengelenk (Femoropatellargelenk) wird von dem Oberschenkelgleitlager und der Kniescheibe (Patella) gebildet.

 
Auf den Bildern links sieht man ein Kniegelenk in der Magnetresonanztomographie. OS bezeichnet den Oberschenkel. Die Tibia ist das Schienbein. Zwischen den Knochen sieht man den keilförmigen Meniskus, der vorne und hinten angeschnitten ist. HKB bezeichnet das hintere Kreuzband, welches als dunkler Strang zur Darstellung kommt.
 

Das Kniegelenk wird durch zwei Menisci stabilisiert. Es gibt einen Meniskus innen und einen außen.

Gelenkverschleiss

Gelenkverschleiß (Arthrose)

 

Eine der häufigsten Erkrankungen des Knies ist der Verschleiß (Arthrose) des Gelenkes. Unter einer Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) sind alle degenerativen Erkrankungen des Kniegelenkes zu verstehen, die zu einer zunehmenden Zerstörung des Gelenkknorpels, unter Mitbeteiligung der Gelenkstrukturen, der Knochen, der Gelenkkapsel sowie der gelenknahen Muskulatur führen. Die altersbedingte Arthrose kann im Anfangsstadium mit  konservativen Therapiemethoden wie Akupunktur, Reizstrom, Ultraschalltherapie, Bewegungstherapie, Schmerzmedikation und Spritzen in das Gelenk behandelt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose hilft häufig nur der künstliche Gelenkersatz. Teilweise sind nur bestimmte Teile des Gelenkes betroffen (3 Kompartimente), teilweise sind alle Bereiche des Gelenkes zerstört.

 

Ziel der Therapiemöglichkeiten ist es, eine Verbesserung von Schmerzen, Lebensqualität, Beweglichkeit, Gehleistung und Verzögerung des Fortschreitens der Gonarthrose zu erreichen.

 

Der konservativen Behandlung der Gonarthrose (Kniegelenkverschleiß) sind Grenzen gesetzt, da es kein Medikament gibt, das eine Erneuerung des verloren gegangenen Knorpels bewirkt und die durch Abnutzung bereits eingetretenen Veränderungen am Gelenk beseitigt. Die konservative Therapie kann das Fortschreiten der Arthrose verzögern,  nicht aber verhindern. So ist es eine Frage der Zeit, bis sich der Patient von sich aus für eine operative Behandlung entscheidet, die bei einer weitgehenden Zerstörung des Gelenkes in einer gelenkersetzenden Operation, also der Implantation einer Knieendoprothese besteht. Verschiedene Modelle stehen unter der Rubrik "Gelenkersatz" links im Menue zur Auswahl.

 

Auf dem Röntgenbild sieht man eine Verdichtung des Knochens im Bereich des linken (inneren) Gelenkspaltes. Zusätzlich ist der linke Gelenkspalt zwischen den Knochen verschmälert. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Gelenkknorpel teilweise aufgerieben wurde.

 

 

 

Das entspricht einer weiter fortgeschrittenen Arthrose.

 

Wenn eine Gelenkspiegelung durchgeführt wird, sieht man den freiliegenden Knochen, der die Schmerzen verursacht. Oben im Bild sind weiße Flächen zu sehen, die intakte Knorpel zeigen. Unten im Schienbeinplateaubereich ist freiligender Knochen an der dunkleren Farbe zu erkennen. Rechts auf dem Bild ragt der Meniskusrest in das Gelenk hinein.

 

Weitere Informationen zum Thema Gelenkspiegelung finden Sie im Menü links.

Gelenkersatz

Gelenkersatz

Beweglichkeit und Mobilität sind Grundvoraussetzungen für ein aktives Leben. Diese Fähigkeiten bei unseren Patienten wiederherzustellen ist das Ziel der Implantation einer Knieprothese.

 

Auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes (vorwiegend beim Hüft- und Kniegelenk) haben wir eine besonders große Erfahrung gesammelt, da wir seit vielen Jahren künstliche Gelenke einsetzen. Wir haben eine Palette an Prothesen um die optimale Versorgung für das jeweilige Problem zu gewährleisten. Nähere Informationen zu den einzelnen Prothesentypen können Sie links aus dem Menü abrufen. 

 

Bei einem fortgeschrittenen Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes (Totalendoprothese oder Oberflächenersatz) die beste Therapiemöglichkeit. Dabei werden die verschlissenen Gelenkoberflächen entfernt und mit Metalloberflächen (aus Metalllegierungen oder Titan) ersetzt, die dann mit Kunststoffanteilen als Gleitfläche das künstliche Gelenk bilden.

 

Wenn nur eine Seite des Gelenkes (meistens innen) betroffen ist, kann auch ein halber Oberflächenersatz, die so genannte unicondyläre Schlittenprothese, eingesetzt werden. 

 

Im Fall einer schweren Gelenkzerstörung mit Bandschäden kann es in Einzelfällen notwendig sein eine achsgeführte Knieprothese einzusetzen. 

 

Die heutzutage bestehenden Gelenkprothesen sind soweit entwickelt, dass der Patient ein gutes Ergebnis bezüglich Haltbarkeit, Stabilität, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit erwarten kann. Die Prothesenanteile können mit und ohne Zement implantiert werden. Letztendlich wird die Entscheidung vom Alter des Patienten, Knochendichte und einigen anderen Faktoren beeinflusst. Vor der Implantation wird die für Sie am besten geeignete Prothese ausgesucht und mit Ihnen abgestimmt.

Gelenkersatz - Schlittenprothese

Schlittenprothese

Wenn nur ein Teil des Gelenkes betroffen ist, können wir nur einen Teil des Gelenkes mit einer Gelenkprothese überziehen. Diese Prothese nennt man unikondyläre oder monokondyläre Schlittenprothese. Auf dem Röntgenbild sieht man die einseitige Gelenkzerstörung, der Gelenkspalt ist auf der linken Seite nicht mehr zu sehen und der Knochen ist verdichtet (heller). Da der Rest des Gelenkes weitgehend intakt ist bietet sich hier die Möglichkeit nur eine "halbe Prothese" einzusetzen.

 

 

 

Der Vorteil dieses Prothesentyps ist:

  1. ein kleinerer Schnitt (minimalinvasiv) und somit
  2. eine schnellere Heilung und Beweglichkeit und
  3. bessere Möglichkeiten zum Wechsel der Prothese.

Da jede Prothese eine mechanische Konstruktion ist, ist mit Verschleiß und somit auf Dauer mit einer Lockerung zu rechnen. Je jünger ein Patient ist, desto häufiger ist mit einer Wechseloperation zu rechnen.

 

Diese Prothese können wir Ihnen auch maßgefertigt anbieten. Dazu weitere Informationen im Menue links unter "Maßgefertigte Knieprothesen".

 

Diese Prothese kann aber nur eingesetzt werden, wenn die Bänder (Außenbänder und Kreuzbänder) intakt sind. Weiterhin darf das restliche Gelenk keinen verstärkten Verschleiß der Knorpeloberfläche aufweisen.

Gelenkersatz - Oberflächenersatz

Oberfächenersatzprothese des Kniegelenkes

Bei einem fortgeschrittenen Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes (Totalendoprothese oder Oberflächenersatz) die beste Therapiemöglichkeit. Dabei werden die verschlissenen Gelenkoberflächen entfernt und mit Metalloberflächen (aus Metalllegierungen oder Titan) ersetzt, die dann mit Kunststoffanteilen als Gleitfläche das künstliche Gelenk bilden.

 

Das Kniegelenk wird von vorne eröffnet und die erkrankten Knochenoberflächen weden mit der Säge entfernt. Dann werden die neuen Metallflächen eingesetzt und durch ein Inlay beweglich verbunden.

 

Dieses Inlay ermöglicht eine maximale Beweglichkeit durch seinen Rotationsmechanismus. Neben der Beweglichkeit ist auch die mechanische Belastung für das Schienbeinplateau vermindert, welches eine reduzierte Lockerung der Prothesenkomponente nach sich ziehen soll.

 

Im Röntgenbild sieht man die mit dem Metall der Prothese geschützten Knochenoberflächen. Der Spalt dazwischen wird durch das Inlay ausgefüllt. Die wolkige Verdichtung unter dem Schienbeinplateau ist Knochenzement, der eine bessere Verbindung zum Knochen herstellt.

 

 

Komplikationen der Endoprothese

Obwohl diese Operation Routine ist, besteht ein geringes Restrisiko, dass der Patient nicht beschwerdefrei ist. Eine abschließende Aufzählung aller in Betracht kommenden Komplikationen kann im Rahmen dieser Information nicht vorgenommen werden, wird Ihnen aber im persönlichen Gespräch erläutert. In jedem Fall sollte der Patient bei auftretenden Komplikationen bzw. Beschwerden immer den ihn bei der Knieprothesenoperation behandelnden Arzt aufsuchen.

Gelenkersatz - Maßgefertigte Knieprothese

Maßgefertigte Knieprothesen

Das besondere dieser Prothesen ist, dass es sich um  für das individuelle Patientengelenk maßangefertigte Implantate zur Behandlung von Gonarthrose (Kniegelenkverschleiß) handelt die für jeden Patienten individuell gefertigt werden und deshalb einen optimalen Sitz aufweisen.

 

Eine dieser Prothesenmodelle ein Interpositionsimplantat (iForma) besteht nur aus einer Metallfläche (iForma) die den zerstörten Knorpel bei der Arthrose ersetzt und über einen Schnitt von ca. 4 cm Länge eingesetzt wird. Eine Knochenresektion ist nicht nötig.  Oben auf dem Bild sieht man einen iForma der in das Knie eingesetzt wird. Die Bilder darunter zeigen eine Planung auf einem MRT-Schnitt durch das Knie. Über dem Röntgenbild mit dem Implantat ganz unten ist ein Bild der iForma Prothese zu sehen.

 

Vor der Operation wird ein MRT durchgeführt und anhand der Schichtaufnahmen das maßgefertigtes Implantat hergestellt welches nur bei diesem Patienten passt. Das so genannte iForma Implantat wird entsprechend der Knochen- und Knorpelstrukturen des Patientenknies maßangefertigt und zwischen Femur und Tibia implantiert. Es ist der Meniskus- und Knorpeloberfläche entsprechend geformt und ermöglicht die femorale Gelenkbewegung auf der glatten Implantatoberfläche.

 

Es wird eine Mini-Inzision (Schnitt) nach der arthroskopischen  Meniskusresektion durchgeführt.

 

Das Implantat ist für das mediale (innere Knieseite) oder laterale (äußere Knieseite) Kompartiment erhältlich. Es ist keine Knochenresektion erforderlich und eine Alternative zu invasiveren Verfahren der Knieendoprothetik. Das Implantat bietet einen Erhalt der Gelenkstrukturen für zukünftige Behandlungsoptionen. Die Operationszeit beträgt in der Regel zwischen 30 und 60 Min. Nach der Operation wird ein fast voller Bewegungsspielraum mit einem der präoperativen Beweglichkeit vergleichbaren Umfang erreicht.

 

Geeignet sind Patienten mit leichter bis mittelschwerer Kniearthrose (Knieverschleiß), dazu gehören beim iForma Implantat:

 

Patienten mit Bewegungsschmerzen im medialen (inneren) oder lateralen (äußeren) Kniebereich, Patienten bei welchen sich durch die Verabreichung von Schmerzmitteln (nicht-steroidalen Antirheumatika) oder Injektionen keine zufriedenstellende Schmerzentlastung mehr einstellt und Patienten, welche einen konventionellen invasiven Eingriff zum Gelenkersatz vermeiden möchten.

Gelenkersatz - Achsgeführte Knieprothesen

Achsgeführte Knieprothese

 

Wenn eine schwerwiegende Fehlstellung der Achse über 20 Grad besteht oder eine schwerwiegende Bandinstabilität, kann es notwendig sein eine achsgeführte gekoppelte Prothese einzusetzen.

 

Diese Prothese zeichnet sich durch eine erhöhte Stabilität aus.

 

Die Prothese links (TC3) auf dem Bild ist durch ein Inlay stabilisiert und ist eines von zwei Modellen, die bei uns in der Klinik eingesetzt werden.

 

Eine weitere Prothesenvariante, die wir vorrätig haben, ist ein spezielles Modell, das mit einem Stahlstift gekoppelt wird (S-Rom Prothese).

Gelenkersatz - Wechselprothesen

Wechselprothesen

Wenn sich Prothesen verschleißbedingt lockern, ist eine Wechseloperation notwendig. Da jede Prothese eine mechanische Konstruktion ist, ist mit Verschleiß und somit auf Dauer mit einer Lockerung zu rechnen. Probleme sind oft eine zunehmend schlechte Knochenqualität und Quantität, die das Verankern einer neuen Prothese erschweren. Aus diesem Grund haben wir verschiedene modulare Prothesensysteme vorrätig. Hierbei bieten wir je nach Knochenqualität zementfreie oder zementierte Prothesen an.

 

Weitere Gründe für eine Wechseloperation sind Infektionen oder verschleißbedingte Schäden an den Inlays oder Metallanteilen der Prothese. Auf dem Bild links sieht man einen verschleißbedingten Metallabrieb einer Prothesenkomponente.

 

Die Prothese links (TC3) auf dem Bild ist durch ein Inlay stabilisiert und ist eines von zwei Modellen die bei uns in der Klinik eingesetzt werden.

 

Eine weitere Prothesenvariante, die wir vorrätig haben, ist ein spezielles Modell, das mit einem Stahlstift gekoppelt wird (S-Rom Prothese).

 

Diese Prothese sehen Sie auf dem Röntgenbild.

 

Neben dem Metallabrieb der Kunststoffinlayzerstörung und der Lockerung der Komponenten aus dem Knochen kann eine Infektion der Prothese einen Wechsel der Prothese notwendig machen. Bei den Prothesenwechseln versuchen wir natürlich eine möglichst kleine Prothese einzusetzen und damit möglichst viel Knochen zu erhalten oder sogar wieder aufzubauen.

 

Um Knochendefekte aufzubauen haben wir eine Knochenbank, in der Knochenspenden zur Knochentransplantation verwendet werden

Kniespiegelung

Kniespiegelung

Die Arthroskopie ist eine andere Bezeichnung für eine Gelenkspiegelung.

 

Grundlage: Bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) des Kniegelenkes wird nach einem etwa 0,5 cm langen Einstich das Gelenk zunächst mit einer stumpfen Sonde punktiert und mit einer sterilen und meist elektrolythaltigen Spüllösung aufgefüllt. Danach wird eine Spezialoptik in die Sonde (Trokar) eingeführt und die gesamte Gelenkhöhle mittels einer Kamera auf einem Fernsehbildschirm dargestellt. Durch einen kleinen weiteren Einstich wird ein Taststab in das Gelenk eingeführt, um alle Strukturen des Gelenkes wie Knorpel, Gelenkschleimhaut, Kapselstrukturen, Kreuzbänder und Menisci genau zu untersuchen. Falls nötig können jetzt auch Gewebsproben entnommen werden. Folgende Veränderungen können dabei durch diesen oder weitere kleinste Hautschnitte behandelt werden (arthroskopische Operation): Knorpelschäden, Entfernung von störenden Schleimhautwucherungen, Entfernung freier Gelenkkörper, Refixierung des Meniskus oder Entfernung, Kapselraffung und Kreuzbandrisse. Nähere Informationen siehe auch hierzu unter den Themen links im Menü.

 

Die Arthroskopie ist ein modernes und schonendes Verfahren, mit der Bewegungs- und Arbeitsfähigkeit sehr schnell wieder hergestellt werden können. Die Kniespiegelung wird meistens ambulant durchgeführt, kann aber auch im Rahmen einer stationären Behandlung erfolgen. Die Narkoseform können Sie direkt mit dem Narkosearzt abstimmen. Komplikationen treten bei diesem Verfahren sehr selten auf. Dies können z.B. sein: Gelenkinfektion, Gefäß- oder Nervenverletzungen, Nachblutung oder Ergussbildung im Gelenk mit erforderlicher Nachpunktion oder Re-Arthroskopie.

 

Das Bild zeigt einen Blick auf die Knorpelflächen der Oberschenkelrolle und den Innenmeniskus. Unten im Bild sieht man die Unterschenkelgelenkfläche (Schienenbein). Der Meniskus zeigt kleine Randauffaserungen aber keine Risse.

Kniespiegelung - Meniskusriss

Meniskusriss

Infolge eines Sturzes oder einer Knieverdrehung kann es zu einem Riss des Meniskus kommen. Oft bestehen verschleißbedingte Veränderungen, die auch unter normaler Belastung zu einem Riss führen können. Meistens ist der Innenmeniskus im Kniekehlenbereich betroffen. Schmerzen des Meniskus äußern sich typischerweise in einem Drehschmerz, oft mit Gelenkschwellung und einem Beugeschmerz des Knies.

 

Die Therapie erfolgt immer über eine Gelenkspiegelung. Auf dem Bild links ist mit Pfeilen markiert der Riss im Meniskus zu sehen.

 

In den meisten Fällen, wenn der Riss randständig ist, kann er nicht mehr genäht, sondern muss sparsam herausgeschnitten werden. Hierbei versuchen wir so viel wie möglich zu erhalten.

 

Wenn der Riss nicht am Rand liegt kann er genäht werden, weil die Durchblutung an der Basis des Meniskus besser ist und eine Heilung des Risses möglich ist. Wenn die Naht möglich ist versuchen wir dies immer, weil der Meniskus Schutzfunktionen des Knorpels hat und bei Fehlen des Meniskus der Gelenkverschleiß beschleunigt wird.

 

Wenn möglich, (je nach Lage des Risses) benutzen wir eine sehr elegante Methode mit resorbierbaren Ankerstiften, um den Riss zur Ausheilung zu bringen. Resorbierbar heißt, dass der Ankerstift einige Wochen nach Ausheilung des Risses  vom Körper aufgelöst wird. Das Bild zeigt einen Querschnitt durch den Meniskus.

 
Kniespiegelung - Kreuzbandriss

Kreuzbandriss

Bei Drehstürzen oder Sportunfällen (Fußball, Skilaufen etc.) kann es neben anderen Verletzungen (Meniskusriss, Innenbandverletzung, Kapselriss etc.) zum Riss des vorderen Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum anterius) kommen. Die Patienten verspüren oft ein Knacken im Knie, zu 80% entsteht ein Bluterguss im Gelenk mit Schwellung. Zum Ausschluss von köchernen Begleitverletzungen ist ein Röntgenbild erforderlich, denn Kreuzbandrisse, Innenbandrisse, Meniskusrisse und andere Weichteilverletzungen sind nur in der Magnetresonanztomographie (MRT) erkennbar. Auf dem Bild ist eine MRT Aufnahme mit einem Meniskusriss zu sehen.

 

Kreuzbandrisse führen zu einer Instabilität im Kniegelenk und als Folge davon zu einem verstärkten Gelenkverschleiß (Arthrose). Um den Verschleiß des Gelenkes zu vermindern, wird in der Regel eine Kreuzbandplastik durchgeführt. Die Nähte des Kreuzbandes haben wegen der knorpeligen Anteile im Band schlechte Ergebnisse gezeigt. Eine Ausnahme ist der knöcherne Ausriss, hierbei wird der Knochen refixiert.

 

In unserer Klinik haben wir die Möglichkeit verschiedene Operationstechniken zu verwenden. Die Vor- und Nachteile der Methoden kann der Stationsarzt genauer erläutern.

 

Besonders häufig wird das mittlere Drittel der Kniescheibensehne (Patellasehne) oder die Semitendinosussehne verwendet. Die Wahl der Art der Versorgung richtet sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen und Gewebevoraussetzungen.

 

Nach der Operation wird das Knie an Unterarmgehstützen teilbelastet und durch die Krankengymnasten nachbehandelt. Der stationäre Aufenthalt liegt zwischen 3 und 6 Tagen, danach sollte eine ambulante Behandlung folgen.

Kniespiegelung - Knorpelschaden

Knorpelschaden

Wenn im Rahmen eines Sturzes (Trauma) oder Durchblutungsstörungen (Osteochondrosis dissecans) ein umschriebener Knorpelschaden entsteht, kann durch eine Knochenknorpeltransplantation eine Gelenkzerstörung aufgehalten werden. Auf dem Bild ist der Knorpelschaden (K.D.) erkennbar, die weißen Teile der Gelenkfläche sind intakt.

 

Zur Behandlung begrenzter Knorpelschäden stehen in unserer Klinik zwei Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die erste ist die Knorpelknochentransplantation. Hierbei wird aus nicht belasteten Gelenkbereichen (z.B. Gleitlager Kniescheibe) eine Knorpelknochenstanze entnommen und in das geschädigte Gebiet versetzt.

 

Die zweite Methode besteht in eine Entnahme von Knorpel und der Neuzüchtung von Knorpel im Labor. Der gezüchtete Knorpel wird dann in einer zweiten Operation auf den Schaden aufgesetzt.

 

Die Operation erfolgt arthroskopisch (Gelenkspiegelung) und falls nötig auch über einen Hautschnitt.

 

Wenn zu großflächige Schäden bestehen wie im unteren Bereich des Bildes (Schienenbeinfläche) ist nur noch eine Gelenkprothese zur Behandlung möglich.

 

 

Löst sich eine Knochenknorpelschuppe infolge von Durchblutungsstörungen aus der Gelenkfläche, so nennt man diese Erkrankung eine osteochondrosis dissecans. Diese freien Gelenkkörper lassen sich arthroskopisch (Gelenkspiegelung) mit einer Schraube befestigen (siehe Röntgenbilder links). Auf dem oberen Bild sieht man das Knochenknorpelstück oberhalb der Kniescheibe, unten ist es in seinem Lager verschraubt. Wenn diese Operation nicht erfolgt würde ein vermehrter Gelenkverschleiß das Gelenk innerhalb weniger Jahre zerstören und den Einsatz einer Gelenkprothese notwendig machen.

Kniespiegelung - Kniescheibenschmerz

Kniescheibenschmerz

 

Die Kniescheibe (Patella) liegt vorne am Kniegelenk und verursacht deshalb oft den vorderen Knieschmerz. Wenn kein Unfall oder kein Trauma als Ursache vorliegen, ist eine häufige Ursache eine Fehlstellung der Kniescheibe.

 

Auf dem Röntgenbild ist leicht erkennbar, dass die Kniescheibe nicht zentral in der "Mulde" (Gleitlager) steht, sondern nach rechts verschoben ist. Der Spalt zwischen Gleitlager und Kniescheibe ist ebenfalls rechts schmäler als links. Durch diese Verschiebung ist der Knorpelbereich rechts auf dem Bild (lateral) stärker belastet als links. Daraus entsteht dann ein vermehrter Knorpelverschleiß und zunehmender Knorpelschaden mit Schmerzen.

 

Bevor nun bleibende Schäden entstehen, ist eine Gelenkspiegelung indiziert. Hier kann dann mit einem Elektromesser die Kapsel neben der Kniescheibe gespalten (laterales Release) und somit die Kniescheibe zentriert werden.

 

Wenn diese Operation nicht ausreicht, ist eine Sehnenraffung an der Gegenseite der Kniescheibe notwendig. Wenn auch diese nicht ausreicht, ist eine Verschiebung der Kniescheibensehne am Schienbeinansatz erforderlich.

Kniespiegelung - Gelenkschwellung

Gelenkschwellung

Eine plötzlich eingetretene Schwellung im Kniegelenk nach einem Unfall ist in der Regel ein Bluterguss im Gelenk und ein Hinweis auf einen Gelenkschaden. In diesem Fall sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Ursache kann ein Meniskusriss, Kreuzbandriss, Kapselseitenbandriss oder ein Knochenbruch sein.

 

Eine zunehmende Schwellung ohne Trauma ist meist ein Knorpelschaden, der die Gelenkschleimhaut zu einer vermehrten Gelenkflüssigkeitsproduktion anregt. Dies kann auch durch eine Punktion des Gelenkes gesichert werden. Die Gichterkrankung führt auch zu Schwellung der großen Gelenke. Wenn das Knie zusätzlich sehr heiß und rot ist, besteht der Verdacht auf eine Entzündung durch Bakterien. Es sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden, weil die Gefahr einer bleibenden Knorpelschädigung besteht.

Achsfehlstellung

Achsfehstellungen

Achsfehlstellungen durch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Knie können bei jungen Patienten zu vorzeitigem Verschleiß und damit zur einer Prothesenimplantation führen. Im jüngeren Alter kann dies durch gelenkerhaltende Eingriffe zur Verbesserung der Gelenkanatomie verhindert werden.

 

 

Es werden O-Beinfehlstellungen und X-Beinfehlstellungen unterschieden. Die O-Beinstellung ist häufiger und kann sich auch mit zunehmendem Alter entwickeln. Auf dem Röntgenbild sieht man eine Achsfehlstellung von ca. 6° (O-Bein) nach links mit einer Knochenverdichtung (Aufhellung) auf der linken Gelenkseite (links). Auch ist der Gelenkspalt auf der linken Seite schmaler als rechts. Dies ist eine beginnende Arthrose (Gelenkverschleiß).

 

Während des Wachstums führen wir bei Kindern durch einseitige Klammerung der Wachstumsfugen Achskorrekturen durch. Beim Erwachsenen ist eine Achskorrektur (Umstellungsosteotomie) erforderlich. Hierfür wird ein Keil aus dem Schienbein oder Oberschenkelknochen entnommen der Knochen aufeinandergestellt und mit Klammern oder Platten stabilisiert.

 

Auf dem Röntgenbild ist eine Umstellung des Schienbeines mit Klammern zu sehen. Nach der Operation trägt der Patient eine Schiene und läuft an Unterarmgehstützen für 8-10 Wochen. Diese Operation vermindert die Schmerzen im Knie, je nach schon bestehendem Knorpelschaden kann das Knie 10 Jahre oder länger ohne eine Gelenkprothese auskommen. Abhängig von der bestehenden Vorschädigung ist allerdings die Prothesenimplantation nur aufgeschoben und nicht verhindert. Weitere Informationen zu Prothesen finden Sie links im Menue.