Maßgefertigte Prothesen bei Knieverschleiß

Volle Beweglichkeit bis ins hohe Alter erlaubt uns die aktive Teilnahme am täglichen Leben. Besonders wichtig dabei ist, dass die Knie rundum gesund sind und „reibungslos“ ihren Dienst verrichten. Leider verhält es sich in der Realität oft anders: Viele Menschen sind von Verschleißerscheinungen im Kniegelenk, einer sogenannten Arthrose, betroffen. Diese schränken nicht nur die Mobilität ein, sondern sind meist auch sehr schmerzhaft. Wenn die Arthrose so weit fortgeschritten ist, dass ein operativer Eingriff keine Linderung verspricht, können maßgefertigte Prothesen den Beschwerden ein Ende setzen.

 

Unter einer Kniegelenksarthrose sind alle degenerativen Erkrankungen des Kniegelenkes zusammengefasst, die zu einer zunehmenden Zerstörung des Gelenkknorpels führen. Mitbeteiligt sind die Gelenkstrukturen, der Knochen, die Gelenkkapsel und die gelenknahe Muskulatur. Die altersbedingte Arthrose kann im Anfangsstadium mit  konservativen Therapiemethoden wie Akupunktur, Reizstrom, Ultraschalltherapie, Bewegungstherapie, Schmerzmedikation und Spritzen in das Gelenk behandelt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose hilft in der Regel nur ein künstlicher Gelenkersatz. In den Orthopädischen Praxen am Bült hat sich ein Team aus sechs Fachärzten unter anderem auf die konservative und operative Behandlung von Knieverschleiß spezialisiert. Einer von ihnen ist Dr. Ulrich Maschke, der beim Einsatz von maßgefertigten Knieprothesen über die längste medizinische Erfahrung im Raum Münster verfügt.

 

Perfekte Passform bei minimalem Knochenverlust

„Genau wie unser Gesicht, hat jedes Knie eine eigene Form“, erläutert Dr. Maschke. „Aus genau diesem Grund weisen Standardprothesen meist keine optimale Passform auf.“ Der Experte und sein Team greifen stattdessen auf innovative Prothesen zurück, die auf jeden Patienten und seinen Befund individuell zugeschnitten sind. „Diese Maßanfertigungen zeichnen sich durch einen perfekten Sitz bei minimalem Knochenverlust für die Träger aus“, berichtet der Orthopäde. Darüber hinaus ist das Risiko einer Fehlplatzierung deutlich geringer – und ein aufwändiges Navigieren während der Operation ist nicht erforderlich. „Leider sind der konservativen Behandlung des Kniegelenkverschleißes Grenzen gesetzt, da es kein Medikament gibt, das eine Erneuerung des verloren gegangenen Knorpels bewirkt und die durch Abnutzung eingetretenen Veränderungen am Gelenk beseitigen kann“, erklärt der Facharzt. So sei es eine Frage der Zeit, bis sich die Betroffenen von sich aus für eine operative Behandlung entscheiden – bei einer weitgehenden Zerstörung des Gelenkes bedeute dies die Implantation einer Knie-Endoprothese.

 

Prothesen-Planung per CT

Das individuelle Implantat wird mit Hilfe von computertomographischen (CT-) Aufnahmen des Patientenknies angefertigt. Die im CT gewonnen anatomischen Daten werten die Mediziner anschließend aus. Sie dienen als Grundlage für die persönliche Maßanfertigung – die erste ihrer Art setzte Dr. Maschke im Evangelischen Krankenhaus Johannisstift Münster (EVK)  bereits vor über vier Jahren ein. Seitdem haben der erfahrene Facharzt und sein Team derartige Operationen regelmäßig mit großem Erfolg durchgeführt. Der Eingriff wird von allen Krankenkassen übernommen – allerdings müssen die Patienten etwas Geduld mitbringen: Im Gegensatz zu Standardprothesen benötigt die Herstellung einer Maßanfertigung viel Zeit. „Die Maßanfertigungen werden in den USA produziert und haben eine Lieferzeit von vier bis sechs Wochen“, weiß Dr. Maschke aus Erfahrung. 

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